Länder- und Heimatkunde
Programm 2026 - 2. Halbjahr
Gemeinsame Veranstaltungen der Heimatkundigen im VVV und der Volkshochschule Langen
Samstag, 5. September 2026, 14:30 Uhr
Goethe und die Goethezeit in der Dreieich
Exkursion mit Gerd J. Grein
Der Neuhof in der Gemarkung der heutigen Stadt Dreieich ist eine alte herrschaftliche Domäne, die erstmals schon im Jahr 1497 urkundlich belegt ist. Nach dem Dreißigjährigen Krieg ließ Graf Johann Philipp von Isenburg den ruinösen Gutshof wieder aufbauen und machte ihn zu einer Musterdomäne. Ganz im Geiste der Romantik des beginnenden 19. Jahrhunderts gründete sich dort die „Gesellschaft der Arkadier“ (Vorstellung vom freien Leben in idyllischer Natur), in die der junge Johann Wolfgang Goethe aufgenommen werden wollte, doch sein Aufnahmegesuch wurde abgelehnt.
Darüber hinaus war Goethe nachweislich dreimal mit seinem Freund Johann Merck in Langen im Gasthaus „Zur Sonne“, und auch seine Eltern waren zweimal in Langen auf „Urlaub“. Es gibt noch reichlich andere Beziehungen des Dichterfürsten zur Dreieich, über die nun schon zum zweiten Mal Gerd J. Grein berichten wird.
Treffpunkt: Gutsschänke Neuhof, Hofgut Neuhof, Dreieich-Götzenhain.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Spende für die Arbeit der Heimatkundigen wird gebeten.
Begrenzte Teilnehmerzahl. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung bei der Volkshochschule (Kurs-Nr. EV02).
Sonntag, 27. September 2026, 14 Uhr
Ton für Jung und Alt
Museumsöffnung für Familien mit Gertrud Schürrlein, Gaby Klein und Prof. Frank Oppermann
Die Heimatkundigen im Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) öffnen zu bestimmten Aspekten mehrmals im Jahr das Museum im Alten Rathaus. Dieses Mal wird das Thema „Ton und Ziegeleien in Langen“ im Vordergrund stehen. Gertrud Schürrlein vom Werkhof im Torbogen lädt Kinder im Grundschulalter ein, mit ihr Arbeiten in Ton zu fertigen, die später gebrannt und von den Kindern abgeholt werden können. Gleichzeitig können die Eltern alle Bereiche des Museums besichtigen, wobei in der Abteilung „Ziegeleien in Langen“ Erläuterungen zu Tonabbau, Aufbereitung und Herstellung von Ziegeln in früheren Zeiten gegeben werden.
Museum Altes Rathaus, Wilhelm-Leuschner-Platz
Der Eintritt ist kostenfrei. Um 3 Euro für Ton und Brennkosten wird gebeten.
Keine Anmeldung erforderlich.
Samstag, 3. Oktober 2026, 14 Uhr
Langener Straßennamen
Stadtführung mit Prof. Frank Oppermann
Wo war die „Hege“, nach der der Hegweg benannt ist? Wo war der „Wall“, von dem die Wallstraße ihren Namen hat? Wieso gab es im früh reformierten evangelischen Langen später noch eine katholische Kaplanei? Hatten die Bauern in der Schafgasse nur Schafe und keine Kühe? Schien im Sonnengässchen immer die Sonne und es regnete dort nie? In einem kleinen unterhaltsamen Rundgang durch die nördliche Altstadt erläutert Frank Oppermann nun schon zum zweiten Mal die Herkunft und Bedeutung der dortigen Straßennamen. Augenzwinkernd wird er auch Geschichtchen und Geschichten erzählen, die sich einst dort abspielten.
Treffpunkt: Aral-Tankstelle, Frankfurter Straße 19.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Spende für die Arbeit der Heimatkundigen wird gebeten.
Begrenzte Teilnehmerzahl. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung bei der Volkshochschule (Kurs-Nr. EV04).
Sonntag, 25. Oktober 2026, 14 Uhr
200 Jahre Altes Rathaus – Die Geschichte eines Gebäudes
Museumsöffnung mit Prof. Frank Oppermann
Zwischen französischer Revolution und dem Fest auf dem Hambacher Schloss liegt zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine politische und kulturelle Phase des Umbruchs und der Veränderung. Mittendrin bauen die Langener ein neues Rathaus nach den damals modernsten gestalterischen Ideen. Das Werk der Architekten Georg Moller und Georg August Lerch, nach dem in Langen die Lerchgasse benannt ist, braucht den Vergleich mit der damaligen Residenzstadt Darmstadt nicht zu scheuen. Neben den architekturhistorischen Einordnungen hat Frank Oppermann auch ein paar „Bonbons“ aus dem Stadtarchiv bereit: alte Zeitungsanzeigen, Bestellung von Lampen und eine Rechnung aus den 1920er Jahren von der Schreinerei Sallwey aus der Obergasse, aus der der damalige „Stadtsekretär“ Wilhelm Umbach - später Bürgermeister von Langen - zwei Positionen heraus strich, weil sie wohl nicht geliefert wurden.
Museum Altes Rathaus, Wilhelm-Leuschner-Platz
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Spende für die Arbeit der Heimatkundigen wird gebeten.
Keine Anmeldung erforderlich.
Samstag, 21. November 2026, 14 Uhr
Wagnerhandwerk in Langen - der Wagnermeister Wilhelm David Pfaff
Museumsöffnung mit Gaby Klein
„Nicht König, nicht Bettelmann“ ist der Titel der Biografie des Wagnermeisters Pfaff aus der Hügelstraße. Er wurde 1902 geboren und starb 1966 in Langen. Dazwischen liegen 64 Jahre Leben, große Entdeckungen und Neuerungen sowie zwei Weltkriege. Aus Erzählungen in der Familie hat Gaby Klein die Erinnerung an ihren Großvater und sein Leben festgehalten. Sein Lebensweg steht stellvertretend für viele Langener Handwerker. Durch die Anbindung an die Bahn wurden Fuhrwerke weniger benötigt und spätere Gummibereifung für Autos ließen das Wagnerhandwerk fast aussterben. Im Anschluss an den Vortrag im großen Saal des Alten Rathauses steht das Museum mit allen Abteilungen zur Besichtigung offen. Heimatkundige aus dem VVV stehen für Fragen und Erklärungen bereit.
Museum Altes Rathaus, Wilhelm-Leuschner-Platz
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Spende für die Arbeit der Heimatkundigen wird gebeten.
Keine Anmeldung erforderlich.
Sonntag, 31. Januar 2027, 14 Uhr
Langen - Schwarz-Weiß
Museumsöffnung mit Reinhold Werner
Zur ersten Öffnung des Museums im Alten Rathaus im neuen Jahr wird Reinhold Werner, Heimatkundiger im VVV und Langener Kulturpreisträger, die Besucher in die Zeit der Schwarz-Weiß-Fotografie entführen. Mit vielen historischen Fotos, die er über Jahre gesammelt hat, wird er einen Einblick in das frühere Stadtbild und Leben in Langen geben. Sein Vortrag findet im großen Saal des Alten Rathauses statt. Sitzend können die Zuschauer eine Stadtführung anhand seiner historischen Fotos erleben.
Reinhold Werner hat im letzten Jahr fünf Broschüren mit historischen Fotos und entsprechenden Erläuterungen über Langen herausgegeben. Sie werden an diesem Nachmittag ebenfalls dem Publikum vorgestellt.
Alle Abteilungen des Museums sind im Anschluss zur Besichtigung geöffnet.
Museum Altes Rathaus, Wilhelm-Leuschner-Platz
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Spende für die Arbeit der Heimatkundigen wird gebeten.
Keine Anmeldung erforderlich.
Unsere Tipps aus dem Bereich Gesellschaft
Alternativer Stadtrundgang
Samstag, 24. Oktober 2026, 14 - 16 Uhr
Treffpunkt: Museum Altes Rathaus, Wilhelm-Leuschner-Platz 3
„Langen in der Nazizeit“ ist das Thema des alternativen Stadtrundganges zu Häusern und Plätzen, an denen NS-Täter, NS-Gegner und NS-Opfer Geschichte machten. Dabei werden auch die Stellen, an denen bisher Stolpersteine verlegt wurden, besucht.
Die etwa zweistündige kostenlose Führung mit Rosi Steffens, Rainer Elsinger und Herbert Walter beschränkt sich auf den Altstadtbereich.
Anmeldung erforderlich: Herbert Walter, Telefon 06103 51873, E-Mail herbert_walter@hotmail.com
