Lebensgefahr durch Gaskartuschen

Explosion in Fahrzeug der Müllabfuhr/Richtige Entsorgung wichtig

Durch die Explosion hat die Lachgas-Kartusche die Stahlplatte des Müllfahrzeugs durchschlagen. Foto: ALEG

Das hätte drastische Folgen haben können: In einem Müllfahrzeug der ALEG Abfallservice Langen Egelsbach GmbH ist eine Lachgas-Kartusche explodiert. Durch den Druck durchschlug die Metallkartusche eine Stahlplatte der Schüttung und landete auf der Straße. Verletzt wurde bei dem Vorfall zum Glück niemand.

„Lachgas- oder Helium-Kartuschen dürfen – egal ob leer oder noch befüllt – niemals in den Müll geworfen werden“, sagt ALEG-Geschäftsführer Juan Lopez. „Kommt es im Müllfahrzeug oder der Müllverbrennungsanlage durch Druck oder Hitze zu einer Explosion, kann das für Mitarbeiter lebensgefährliche Folgen haben. Diese eine unsachgemäß entsorgte Kartusche hat nicht nur zu einem Schaden von circa 7.000 Euro am Abfallsammelfahrzeug geführt, sondern ist ein Angriff auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter.“

Lachgas ist in den vergangenen Jahren als Partydroge in Mode gekommen. Dies ist nicht nur aus gesundheitlichen Gründen besorgniserregend. Bei unsachgemäßer Entsorgung geht von den Kartuschen eine erhebliche Gefahr aus.

Folgendes ist bei der Entsorgung von Druckgasbehältern zu beachten: Leere Heliumbehälter können, wenn sie der Gebrauchsanweisung entsprechend gelocht wurden, kostenlos auf dem Wertstoffhof, Darmstädter Straße 70 in Langen, abgegeben werden. Leere Lachgaskartuschen müssen zu einem Betrieb gebracht werden, der Druckgasbehälter annimmt. Adressen dazu finden sich im Internet unter den Schlagworten Entsorgungsfachbetrieb, Gasvertrieb oder Containerdienst. Das Gleiche gilt für CO2-Behälter aus Wassersprudlern oder aus der Aquaristik. Die CO2-Behälter werden oft auch von den Herstellern zurückgenommen. Bei Fragen hilft das Personal des Wertstoffhofes in Langen gerne weiter.

Sollten die ALEG-Mitarbeiter bei der Müllabfuhr Druckgasbehälter wie Lachgas, CO2 oder Helium in einer Mülltonne entdecken, wird diese aus Sicherheitsgründen nicht geleert.

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