Spanische Freunde zu Gast in Langen

Delegation aus Aranda de Duero besuchte die Sterzbachstadt

Feierten am Aranda-de-Duero-Platz auch die langjährige Freundschaft zwischen ihren Städten: (von links) Erster Stadtrat Stefan Löbig, Bürgermeister Jan Werner, Arandas Bürgermeister Antonio Linaje Nino und Stadtrat José Antonio Fuertes Escusol. Foto: Stupp/Stadt Langen

Zu einem großen „Familienfest“ lud die Stadt Langen ihre spanische Partnerstadt Aranda de Duero an den Sterzbach ein. Und zum Feiern gab es einen schönen Grund: die Einweihung des Aranda-de-Duero-Platzes. Die schön gestaltete Anlage mit zahlreichen farbigen Motiven der Kapitale des kastilischen Weinbaugebiets Ribera de Duero liegt im Herzen des neuen Stadtviertels an der Elisabeth-Selbert-Allee. Der Platz ist nicht nur der Mittelpunkt des Quartiers, er symbolisiert auch die langjährige Städtefreundschaft zwischen Langen und der spanischen Partnerstadt Aranda de Duero, die bereits im Jahr 2006 geschlossen wurde.

Das Besuchsprogramm für Bürgermeister Antonio Linaje Nino, José Antonio Fuertes Escusol (Stadtrat für Städtepartnerschaften), Wandmaler Fernando Arribas Lázaro, der den Platz im vergangenen Jahr künstlerisch gestaltet hatte, Sängerin Ainhoa Gelado und die Schinkenschnitzerin Zulema Esteban bot viel Abwechslung. Neben der spanischen Einweihungs-Fiesta mit Wein, Paella, Schinken und musikalischen Darbietungen gab es eine Führung mit dem Heimatkundigen Heribert Gött durch die historische Altstadt und eine Visite des Stadtmuseums. Am Sonntag ging es für die Spanier in die Main-Metropole mit Besuchen der Neuen Altstadt und des Doms. Natürlich duften auch hessische Spezialitäten zur Stärkung nicht fehlen.

Langens Bürgermeister Jan Werner würdigte die Städtefreundschaft mit der kastilischen Stadt mit den Worten: „Städtepartnerschaften wie unsere mit Aranda de Duero sind in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Sie erlauben uns, an ein Europa zu glauben, das geeinter und stärker ist. Denn unser Kontinent und die Europäische Union sind weit mehr als nur eine geografische Bezeichnung oder ein gemeinsamer Wirtschaftsraum. Darüber hinaus liegt der tiefere Sinn unserer Partnerschaft auch im persönlichen Austausch. Es geht darum, andere Kulturen nicht nur aus Büchern zu kennen, sondern sie zu erleben. Es geht darum, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Unterschiede nicht nur zu tolerieren, sondern als Bereicherung zu respektieren.“

Sein Kollege aus Aranda de Duero, Antonio Linaje Nino, ergänzte: „Dass eine Stadt einer anderen Partnerstadt einen öffentlichen Platz widmet, ist weit mehr als eine symbolische Geste. Es ist ein Bekenntnis der Zuneigung, der gemeinsamen Erinnerung und auch der Zukunft. Ab heute wird dieser Platz den Namen Aranda de Duero tragen und weit mehr als nur einen Namen repräsentieren: Er wird all die gemeinsamen Geschichten, die Umarmungen, die Erinnerungen und all die Erlebnisse repräsentieren, die die Menschen auf diesem Platz erleben werden.“

Die nordspanische Stadt Aranda de Duero liegt auf 800 Meter Höhe in der Provinz Burgos, hat rund 34.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des berühmten Weinbaugebiete Ribera de Duero. Zu ihren gastronomischen Spezialitäten zählen der berühmte Rotwein, die Torta Arandina (ein feines, rundes Weißbrot), Blutwurst mit Reis und das Lechazo asado, ein im Ofen gebackenes Milchlamm. Im Umkreis von 80 Kilometern liegen Burgos und Valladolid. Die Entfernung zu Madrid beträgt 160 Kilometer.

Die „Unterwelt“ Arandas ist eine echte Besonderheit: Fast unter der gesamten Altstadt befinden sich Weinkeller. Diese Bodegas sind durch sieben Kilometer lange Tunnel miteinander verbunden. Teile davon sind noch zugänglich und werden bei Festen und von Vereinen genutzt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die historische Altstadt mit ihren kleinen Gassen, die gotischen Kirchen, eine romanische Brücke und der zentrale Platz, die „Plaza Mayor“. Die größten Unternehmen und Arbeitgeber vor Ort stammen aus den Branchen Pharmazie, Logistik, Stahl und der Automobilindustrie. Andere Firmen stellen Reifen und Milchprodukte her. Der Tourismus ist ebenfalls von großer wirtschaftlicher Bedeutung.

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