Wärmeversorgung zukunftsfähig machen
Magistrat legt Plan für Klimaneutralität im Jahr 2045 vor
Um eine zukunftsorientierte und nachhaltige Wärmeversorgung für die gesamte Stadt sicherzustellen, hat der Magistrat einen Kommunalen Wärmeplan erarbeiten lassen. Stimmt die Stadtverordnetenversammlung zu, wird mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen gemäß einer Prioritätenliste begonnen.
Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, eine Strategie zu erarbeiten, wie bis zum Jahr 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung möglichst kosteneffizient erreicht werden kann. Zunächst wurden die Wärmebedarfe jedes einzelnen Gebäudes ermittelt. Anschließend wurden aufgrund technischer oder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zentral oder dezentral versorgte Gebiete definiert. Gebäudeeigentümer erhalten damit Planungssicherheit, welche Art von Wärmeversorgung in ihrer Umgebung zukünftig realisiert werden soll.
Auf Grundlage dieser Analyse wurden Maßnahmen entwickelt, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden, um die Wärmewende zu gestalten. In Eignungsgebieten für eine zentrale Wärmeversorgung spielen insbesondere die Stadtwerke Langen eine wichtige Rolle. Die Umsetzung der Maßnahmen in diesen Gebieten erfolgt in enger Abstimmung zwischen den Stadtwerken und die Stadt Langen sowie weiteren Akteuren (beispielsweise Wohnungsbaugesellschaften, Hausverwaltungen, Gewerbebetrieben), um Netzaufbau, Sanierung kommunaler Gebäude und Versorgungssicherheit effizient zu realisieren.
Für dezentrale Versorgungsgebiete werden Beratungsangebote der Stadt, der Stadtwerke und des Landes Hessen eine Rolle spielen. Beispielsweise soll die ehemalige Energiespar-Karawane, ein quartiersbezogenes aufsuchendes Beratungsangebot, wiederaufgenommen werden.
Der Wärmeplan muss alle fünf Jahre überprüft und aktualisiert werden. Über die Umsetzung wird regelmäßig in der jährlichen Klima AG berichtet.
Erarbeitet wurde der Kommunale Wärmeplan von der Pro Energy Consult GmbH aus Köln und der Qoncept Energy GmbH aus Kassel. Sie haben sich dabei eng mit den zuständigen Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Stadtwerke Langen abgestimmt.
Mit dem Kommunalen Wärmeplan befassen sich der Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag, 5. Februar, und der Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr am Mittwoch, 11. Februar. Endgültig beschlossen werden soll er von der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 19. Februar. Alle Sitzungen beginnen um 20 Uhr im großen Saal des Rathauses.
Nachdem der Wärmeplan beschlossen ist, wird er auf der städtischen Internetseite veröffentlicht.