Gemeinsam für Ausbau der B 486
Unterstützung für Langen aus dem Bundesverkehrsministerium

Langen ist ein beliebter Wohnort und begehrt als Wirtschaftsstandort. Kurz: Langen wächst. Und genau deshalb muss auch die Verkehrsinfrastruktur mitwachsen. Ganz oben auf der Prioritätenliste von Bürgermeister Jan Werner steht neben dem gewünschten Anschluss an die Regionaltangente West (RTW) der vierspurige Ausbau der Bundesstraße 486 zwischen der K 186 (Kläranlage) und der Autobahn 5. Dieser war nun auch Thema bei einem Besuch von Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, sowie dem Bundestagsabgeordneten Björn Simon im Langener Rathaus.
Christian Hirte betonte dabei, dass der Ausbau der B 486 weiterhin im Bundesverkehrswegeplan in der höchsten Dringlichkeitsstufe („Vordringlicher Bedarf“) geführt werde. „Die erforderlichen Finanzmittel stehen damit zur Verfügung, sobald das Planfeststellungsverfahren für die 2,2 Kilometer lange Strecke erfolgreich abgeschlossen ist. Zuständig dafür ist die landeseigene Straßen- und Verkehrsmanagementbehörde Hessen Mobil“, erläutert Björn Simon, verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestragfraktion und damit Vorsitzender der Arbeitsgruppe Verkehr der Unionsfraktion.
Hessens Verkehrsministers Kaweh Mansoori hatte Mitte vergangenen Jahres eine Einreichung der Antragsunterlagen beim Regierungspräsidium Darmstadt als Anhörungsbehörde im Planfeststellungsverfahren für Frühjahr 2026 in Aussicht gestellt. „Wir werden darauf drängen, dass dieser Termin auch eingehalten wird“, waren sich Christian Hirte, Björn Simon und Jan Werner einig. „Leider hat die Stadt Langen schon viele Zusagen erhalten, die letztlich nicht eingehalten wurden“, erinnert der Bürgermeister an die über 55-jährige Planungsgeschichte. Bereits 1970 hatte es erste konkrete Überlegungen für einen Ausbau der Strecke durch den Wald gegeben. Seitdem wird geplant.
„Allein aus Umweltgründen muss der vierspurige Ausbau vorangetrieben werden. Die täglich durch den sinnlosen Stau auf dieser Straße entstehenden Autoabgase müssen vermieden werden“, sagt der Langener Rathauschef. Und die Prognosen zeigen, dass die Zahl der Fahrzeuge auf dem Teilstück der Bundesstraße stetig steigen wird. „Langen braucht mehr denn je den Ausbau der B 486, das Verkehrsaufkommen kann sonst nicht mehr aufgenommen werden“, ergänzt Simon. „Für alle Berufspendler, die die Straße nutzen, ist das seit Jahren eine tägliche Zumutung. Betroffen davon sind zudem unzählige Autofahrer aus dem gesamten Süden des Landkreises Offenbach, die die Strecke als Zugang zur A 5 nutzen.“
Für Bürgermeister Jan Werner ist es angesichts der Verkehrssituation auf der Strecke wichtig, dass schnellstmöglich mit dem Ausbau begonnen wird. „Es ist unabdingbar, das Planfeststellungsverfahren so zügig wie nur irgend möglich anzustoßen und auch abzuschließen“, fordert er. Ein Anliegen, das bei Staatssekretär Christian Hirte und Bundestagsabgeordnetem Björn Simon auf uneingeschränkte Zustimmung stößt.