2025 nur geringes Bevölkerungswachstum
Langens Bevölkerungszahl steigt zum Jahresende auf 41.027
Die zurückliegende Flaute beim Wohnungsbau zeigt sich auch in Langen: Die Stadt wuchs 2025 zwar weiter, allerdings nur geringfügig. Zum Jahresende lag die Einwohnerzahl bei 41.027 – 188 mehr als Ende 2024. Das ist ein Anstieg von knapp 0,5 Prozent. 2024 lag der Zuwachs bei 1,2 Prozent, 2023 sogar bei 2,0 Prozent. Zudem leben in Langen noch 415 Personen in Nebenwohnungen (2024: 413).
„Nach dem Wachstum der Vorjahre war 2025 ein Jahr zum Durchatmen“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „Inzwischen haben wir aber unsere Infrastruktur nicht zuletzt durch die im vergangenen Herbst eröffnete Vier-Felder-Sporthalle im Sportpark Oberlinden sowie zahlreiche neue oder erweiterte Kinderbetreuungseinrichtungen so ausgebaut, dass wir dem weiteren Wachstum gelassen entgegensehen können. Denn das der Wohnungsbau wieder deutlich an Fahrt gewinnt, kann man an den zahlreichen laufenden Projekten im Neubaugebiet Liebigstraße erkennen.“
Das Bevölkerungswachstum wirkt sich positiv auf die Langener Finanzlage aus, da die Einwohnerzahl Auswirkungen auf den städtischen Anteil an der Einkommensteuer hat. Diese ist gemeinsam mit der Gewerbesteuer der größte Posten auf der Einnahmenseite im Haushalt. Aus diesem Grund hatte die Stadtverordnetenversammlung im vergangenen September auch eine Klage gegen den Zensus 2022 (bundesweite Bevölkerungsbefragung der Statistikämter) beschlossen. Dessen umstrittenes, nur auf stichprobeartigen Haushaltsbefragungen basierendes Ergebnis hatte für Langen deutlich weniger Einwohner ergeben als die deutlich belastbarere Statistik des Bürgerbüros.
Nach wie vor ist das weibliche Geschlecht in Langen leicht in der Überzahl: 20.810 Frauen (50,7 Prozent) und 20.213 Männer weist die Statistik aus. Drei Einwohner lassen sich „ohne Angabe“ im Melderegister führen, einer als „divers“. Mit 17.585 Personen ist die Gruppe der Verheirateten die größte, knapp gefolgt von 17.113 Ledigen.
Der Altersdurchschnitt ist um 0,1 auf 43,6 Jahre angestiegen. Bei den Frauen liegt er bei 44,6, bei den Männern bei 42,4 Jahren.
31.533 Bürgerinnen und Bürger haben die deutsche Staatsbürgerschaft, 9.494 Menschen nicht. Die Ausländerquote liegt damit unverändert bei 23 Prozent. Die Menschen stammen aus 125 unterschiedlichen Staaten. Die größten Gruppen bilden die türkischen (996), die afghanischen (780) und die kroatischen (590) Staatsangehörigen.
Weiter rückläufig sind die Mitgliederzahlen der christlichen Kirchen. 6.839 Langener (16,7 Prozent) sind katholischen Glaubens, ein Minus von 247 binnen zwölf Monaten. Die evangelische Kirche zählt noch 6739 Mitglieder (16,4 Prozent), 270 weniger als Ende 2024. Die sonstigen Glaubensgemeinschaften haben 337 Mitglieder (minus elf). In der Statistik geführt werden allerdings nur die Glaubensrichtungen, die in Deutschland als Körperschaften anerkannt sind. Die Zahl der Muslime wird deshalb ebenso wenig erfasst wie die anderer Religionen.