Millioneninvestition in Energiesicherheit
Symbolischer erster „Kabelzug“ für die neue Stromtrasse

Es ist eine Millioneninvestition in die Energiesicherheit: Ein symbolischer erster „Kabelzug“ durch Vertreter der Stadtwerke Langen, der Stadt Langen, der Gemeinde Egelsbach sowie der beteiligten Firmen Adolf Lupp GmbH und Spie GmbH markiert jetzt den offiziellen Start des Neubaus einer 20kV Mittelspannungstrasse. Diese soll einerseits dem prognostizierten steigenden Bedarf an elektrischer Energie Rechnung tragen und gleichzeitig durch Schaffung eines zusätzlichen Einspeisepunktes ins kommunale Stromnetz die Versorgungssicherheit weiter erhöhen.
„Die Energiewende und der steigende Bedarf an elektrischer Energie für Ladeinfrastruktur und Wärmepumpen erfordern umfangreiche Ausbaumaßnahmen im Stromnetz“, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Uwe Linder. Dazu kommt, dass sowohl Langen als auch Egelsbach in den vergangenen Jahren bereits stark gewachsen sind und noch weiter wachsen. Schon seit mehreren Jahren beschäftigen sich die Stadtwerke Langen deshalb intensiv mit der Schaffung eines zusätzlichen Strom-Einspeisepunktes im Langener Norden, der bereits heute der Bereich mit der größten Ballung an Energieverbrauchern im Versorgungsgebiet ist.
Die neue leistungsstarke Mittelspannungstrasse von der Übergabestation der Energienetze Offenbach GmbH (ENO) an der Darmstädter Straße zum neuen Schalthaus in der Triftstraße in Langen wird eine Länge von über fünf Kilometern haben und vollständig erdverlegt sein. Dabei kommen verschiedene Bohrverfahren sowie offene Bauweise zum Einsatz. Die Trasse verläuft weitestgehend über Freiflächen, wodurch die Eingriffe in den öffentlichen Verkehrsraum gering gehalten werden können. Ein Teil dieser Vorarbeiten ist bereits abgeschlossen, sodass jetzt der Einzug der armdicken Kabel beginnen kann.
„Nach über zwei Jahren Planungs- und Genehmigungsphase freuen wir uns, dass es jetzt los geht“, sagt Stadtwerke-Projektleiter Andreas Wiener. Das erfahrene Tiefbauunternehmen Adolf Lupp GmbH arbeitet parallel mit zwei Bautrupps. „So können wir die ursprünglich angesetzte Gesamtbauzeit auf etwa 18 Monate nahezu halbieren“, freut sich Andreas Wiener. „An schwierigen Stellen der Trassenführung wenden wir spezielle Bohrverfahren an. So konnte zum Beispiel bei der Querung der Mörfelder Landstraße der Verkehr weiter fließen, während unterirdisch die Bohrungen für die Kabel vorgenommen wurden.“ Das neue Schalthaus in der Triftstraße ist bereits fertiggestellt, sodass die Kunden im Langener Norden ab Mitte 2026 über die neue Mittelspannungstrasse versorgt werden.
„Durch die neue Stromtrasse erreichen wir eine deutlich bessere Lastverteilung in unserem Versorgungsgebiet. Damit ist dieses Projekt ein wichtiger Schritt zur Sicherstellung einer auch zukünftig stabilen und zuverlässigen Stromversorgung“, erklärt Uwe Linder. „Gleichzeitig schaffen wir die Grundlage für zukünftige Entwicklungen.“
Die Stadtwerke investieren rund sieben Millionen Euro in die neue Stromtrasse. Die Kosten für die Trafostation in der Triftstraße belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro. „Dieses Geld ist gut angelegt. Davon profitieren alle Bürger und die Wirtschaft in Langen und Egelsbach“, sind sich Stadtwerke-Geschäftsführer Uwe Linder, Langens Bürgermeister Jan Werner und sein Egelsbacher Amtskollege Tobias Wilbrand einig.