Wassersparen weiter Gebot der Stunde
Trinkwasser-Notstand auf Stufe eins herabgestuft
Die akute Notlage ist vorüber, doch Wassersparen bleibt das Gebot der Stunde: In der Stadt Langen gilt weiterhin der Trinkwassernotstand, allerdings wurde dieser von der zweiten auf die erste Stufe reduziert. Damit sind einige Beschränkungen, etwa bei der Bewässerung von privaten Gärten, aufgehoben. Nach wie vor verboten ist aber das Bewässern von Rasenflächen oder das Befüllung und Nachfüllen von privaten Schwimmbecken oder Autowaschen außerhalb von Fahrzeugwaschanlagen sowie der Betrieb von Brunnen ohne Wasserkreislauf.
„Wassersparen ist mit Blick auf die Wetteraussichten für die kommenden Wochen weiterhin enorm wichtig“, betont Bürgermeister Jan Werner. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei der Bevölkerung, die nach dem Ausrufen des Notstands die Vorgaben sehr gut umgesetzt und mitgeholfen hat, die Lage zumindest zu stabilisieren. Jetzt gilt es, gut über die kommenden Wochen zu kommen.“
Nach Möglichkeit sollte daher ein bewusster Umgang mit Trinkwasser insbesondere bei der Gartenbewässerung weiterhin selbstverständlich sein. Der Einsatz von flächenhaften Sprinkleranlagen sollte daher weiter nur der Ausnahmefall sein. Besser ist es, die Pflanzen direkt mit dem Wasserstrahl am Wurzelansatz zu bewässern, damit die Verdunstung geringgehalten werden kann. Wetterangepasstes, selteneres, aber tüchtiges Gießen lässt bei Pflanzen die Wurzeln sprießen und schont den Geldbeutel.
Die Probleme bei der Wasserversorgung betreffen nicht nur Langen, sondern den ganzen Kreis und die Stadt Offenbach. Grundsätzlich ist ausreichend Trinkwasser vorhanden. Der angesichts der langen Hitzewelle enorm gestiegene Verbrauch überforderte allerdings die Förder- und Ausbereitungskapazitäten des Zweckverbands Wasserversorgung Offenbach (ZWO) über längere Zeit deutlich. Zukäufe von anderen Lieferanten und der in den Sommerferien gesunkene Verbrauch trugen zur Entspannung der Lage bei.
„Angesichts des Klimawandels ist absehbar, dass solche außergewöhnlichen Hitzeperioden zunehmen werden. Gemeinsam mit den Stadtwerken Langen werden wir nun hier vor Ort einen Ausbau der Speicherkapazitäten planen“, kündigt Jan Werner an. „Der Zuwachs bei der Bevölkerungszahl ist in den aktuellen Kapazitäten bereits berücksichtigt“, tritt der Bürgermeister Gerüchten entgegen. „Der Verbrauch bei solch extremen Hitzewellen wie Ende Juni lässt sich allerdings nicht gänzlich planen.“
Welche Regelungen bei der ersten Stufe des Trinkwassernotstand genau gelten, können die Bürgerinnen und Bürger im Internet nachlesen auf www.langen.de im Bereich „Rathaus/Bürgerbüro – Stadtrecht – Recht, Sicherheit und Ordnung“. Dort findet sich unter Punkt 3.11 die „Allgemeine Gefahrenabwehrverordnung“ (Paragraf 16 – Trinkwassernotstand).
Informationen zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser in Haus und Garten sowie zum Trinkwassernotstand finden sich auf langen.de im Bereich Bauen/Umwelt/Mobilität – Umwelt/Klima/Abfall – Wasser/Abwasser“.